Thierry Ball ist seit letztem Jahr als Mental-Coach Mitglied im Trainer-Team des TSC Sibylla Ettlingen und übt auch seiner Wertungsrichter S-Lizenz für unseren Club aus. Er arbeitet mit den Paaren des Clubs vor wichtigen Turnieren und sorgt dafür, dass das übliche Technik- und Fitness-Training ein "mentales Gegengewicht" bekommt, indem er den Paaren hilft, sich auf die Wettkampfsituation vorzubereiten oder Zugänge zu den verschiedenen Stilen der Tänze zu bekommen. Sein zunehmender Erfolg - über 60 S-Paare arbeiten schon mit ihm - zeigt, dass auch im Tanzsport das Mentaltraining zunehmend als wichtig und wettkampfentscheidend wahrgenommen wird.
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Überlegungen zum Mentalcoaching von Thierry Ball
„Ich war mental gut drauf“, tönte es Mitte der Achtziger Jahre aus dem Munde von Boris Becker, nach dem er wieder einmal einen harten Gegner in letzter Minute nach Hause geschickt hatte. Spätestens seit dem ahnt die Fachwelt, dass es offensichtlich noch ein anderes Übungsfeld gibt als die Verbesserungen von Kondition und Technik: das weite Feld der kognitiven Fähigkeiten, der mentalen Kraft im Sport. Wichtige Wettkämpfe, Turniere und Meisterschaften werden bekanntlich im Kopf gewonnen, denn unter Spitzensportlern sind kaum noch wesentliche Unterschiede zu bemerken, was Fitness und Technik angeht. Trotzdem sind heute noch Vereine und Sportverbände unterschiedlicher Auffassung, was Sportmentalcoaching angeht. So kommt es, dass Sportler auch heimlich zum Mentalcoach gehen, um sich mental weiter zu entwickeln. Gut, dass sich der Sport und dessen Entscheider und Trainer ebenso weiter entwickeln. Immer mehr Sportler nehmen zusätzlich zum Techniktraining auch ein Mentalcoaching in Anspruch. Und dies in vielen Sportarten: in allen Ballsportarten, im Wintersport, bei Konzentrationssportarten und natürlich – wie heute Abend – im Turniertanzsport.
Wozu Mentalcoaching?
Jede sportliche (und auch nicht sportliche) Handlung wird von einem mentalen Prozess begleitet. Seine Qualität beeinflusst entscheidend die Qualität der sportlichen Handlung. Es geht im Mentalcoaching darum, ob der Sportler diesen Prozess bewusst machen und beeinflussen möchte, oder ob er den Verlauf dem Zufall überlassen möchte. Mit mentalem Coaching wird ein sportlicher Prozess transparent und veränderbar.
Dem mentalen Coaching kommt eine ebenso wichtige Bedeutung zu wie dem reinen Techniktraining. Erst im koordinierten Zusammenspiel aller Trainingseinheiten entsteht eine ganzheitliche und erfolgreiche Sportlerentwicklung und Sporterfolgsleistung. Wer bereit ist, alte und ausgetretene Pfade zu verlassen, wird sich verbessern. Mentalcoaching optimiert dabei die wesentlichen Prozesse, wie Sportler sich selbst und ihren Sport wahrnehmen, Informationen verarbeiten, nach außen und mit anderen kommunizieren, wie sie lernen und sich verändern. Die folgenden Vorteile können dadurch für den Sportler entstehen:Stärkere Identifikation mit sich, dem Sport und dem sportlichen Ziel
Höhere Eigenmotivation durch klare, starke Zielorientierung
Mental klarer Weg zum Ziel
Mehr Innenorientierung statt Außenorientierung
Mehr Selbstvertrauen und Ausstrahlung
Souveräner Umgang mit schwierigen Situationen und Blockaden
Mehr Spaß
Worauf wirken unsere Gedanken? – oder: Was ich denke, bin ich!
Physiologie: Gedanken bewirken Reaktionen im Körper. Gedanken können verkrampfen oder entspannen.
Emotion: Gedanken wirken auf Gefühle und wir wissen, dass Gefühle wie Freude, Genuss und Lust Höchstleistung fördern. Ebenso will der richtige Umgang mit Niederlagen gelernt sein. Ärger, Wut und Enttäuschung nicht schönreden sondern damit richtig umgehen können.
Motivation: Man kann sich über eigene Gedanken pushen und Leistungsreserven freisetzen – oder man kann sich gedanklich aufgeben und darüber nachdenken, was alles passieren könnte.
Technik: Technische Bewegungsabläufe werden mental durchdacht und somit erfolgreichen umgesetzt, wenn man die besten Abläufe wählt. Wählt man Misserfolge, so treten eben diese ein.
Charisma: Man sieht, ob jemand siegen will oder nicht. Den Sieger erkannt man bekanntlich am Start – und den Verlierer auch. Lassen wir uns von Menschen faszinieren, die Selbstsicherheit im Sport ausstrahlen, denn: Sieger zweifeln nicht – Zweifler siegen nicht
Zur Zusammenarbeit des TSC Sibylla mit Thierry Ball:
Am Anfang stand eine gemeinsame Idee: Neben technischem und choreographischem Unterricht sollten die A- und S-Paare des Clubs die Möglichkeit haben, sich auch mental optimal auf Turniere vorzubereiten. In Einzelstunden und in Zukunft auch in kleinen Gruppen wollen wir deshalb vor wichtigen Turnieren unseren Paaren die Möglichkeit geben, in Zusammenarbeit mit Club-Coach Thierry Ball sich ihrer mentalen Stärke bewusst zu werden.
Zum Autor Thierry Ball:
Er ist Führungskräfte-Coach und Personaltrainer und leitet in Karlsruhe ein Seminar- und NLP-Institut. Neben der Aus- und Weiterbildung von Menschen im beruflichen wie privaten Kontext arbeitet er mit Sportlern und Trainern als Sportmental-Coach und berät alle Outfit-bewusste Kunden im Fashion-Coaching (Farb-, Stil-, Imageberatung.) Wenn Sie fragen haben, besuchen Sie ihn auf seiner Internet-Seite www.balance-coach.com
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