Ettlinger Tanzpaare bei „Hessen tanzt“
Mehr als 7000 Tänzer und Tänzerinnen aus allen Bundesländern Deutschlands sowie vermehrt auch aus dem Ausland trafen sich am vergangenen Wochenende in Frankfurt bei „Hessen tanzt“, einem der größten Tanzsportturniere Deutschlands.
Simultan, auf bis zu acht Tanzflächen in der Eissporthalle und vier Tanzflächen in der Fabriksporthalle zugleich, fanden vor 180 Wertungsrichtern Tanzturniere aller Leistungsklassen und Altersgruppen statt, sowohl in den Standard- wie auch in den Lateinamerikanischen Tänzen. Sieben Turnierpaare des TSC Sibylla Ettlingen stellten sich den vielfältigen tänzerischen und organisatorischen Anforderungen dieses Mammut-Turniers.
Für Georg Hinkel und Lena Stortz (D-Standard) war das Turnier eine Premiere: Zum ersten Mal überhaupt startete das junge Paar bei einem Tanzsportturniere; die Nervosität war daher groß und so liefen zwei der drei Tänze nicht so optimal wie teilweise im Training. Daher war nach der Vorrunde Schluss, aber immerhin: die ersten Punkte für 6 geschlagene Paare wurden im Startbuchvermerkt.
Vier Punkte mehr ertanzten sich Daniel Zimmermann und Stefanie Gielen (D-Standard). Die beiden jungen Standard-Tänzer waren ein bisschen enttäuscht, da sie wissen, dass sie es eigentlich besser können, aber trotzdem hat ihnen das Turnier nach eigenem Bekunden (wie eigentlich immer) „großen Spaß“ gemacht.
Lena, Feorg, Steffi und Daniel
Auch Marvin Ochs und Franziska Brill (Jugend C Latein) waren mit ihrem Abschneiden (Vorrunde) nicht wirklich zufrieden; aber die Voraussetzungen waren für sie auch andere: Das junge Paar war erst das Wochenende zuvor in die Jugend C-Klasse aufgestiegen und tanzte gegen routinierte und technisch schon weiter entwickelte Paare. Wer das sympathische und trainingsfleißige junge Lateinpaar aber kennt, weiß, dass sie dies eher als Ansporn sehen, beim nächsten Turnier besser abzuschneiden.
„Gut drauf“ war dagegen Lateintänzer Stephan Weber, der mit seiner neuen Partnerin Ilona Ruckhaber (beide Jugend C-Latein) an beiden Tagen in Frankfurt tanzte und an beiden Tagen die erste Zwischenrunde erreichte. Das erst im Frühjahr neu zusammengestellte Paar verstand sich tänzerisch auf Anhieb und hatte in erstaunlich kurzer Zeit eine beeindruckende Qualität erreicht – das Tanzen läuft „und hat noch Luft nach oben“.
Marvin, Franzi, Ilona und Stephan
Anders war die Ausgangskonstellation für Rainer und Andrea Griesbaum und Thomas und Conny Hirt (Senioren B-Standard): Beide Paare waren vor zwei Wochen in die B-Klasse aufgestiegen, und der Sprung von der C-Klasse zur B-Klasse ist heftig: Keine Figurenbeschränkungen mehr, dynamischeres Tanzen und technisch anspruchsvolle Choreografien müssen erarbeitet werden, um gegen etablierte B-Paare eine Chance zu haben. So war auch für diese beiden Paare nach der Vorrunde aus und man hatte Zeit, die neuen Gegner und deren Programme intensiv zu studieren.
Am Sonntag gingen auch Jochen und Simone Straßner (Senioren B-Latein) an den Start - mit „Verstärkung“: Sibylla Latein-Trainer Christian Kern übernahm das Coaching, motivierte und gab wichtige Tipps vor Turnierbeginn. Nachdem in der Vorrunde 23 Paare am Start waren, war die Freude über den Einzug in die nächste Runde groß und so legten Simone und Jochen noch einmal nach und konnten ihre Leistung sogar noch steigern. Mit einem 10./11. Platz konnten die beiden viele Aufstiegspunkte mit nach Hause nehmen und sind hoch motiviert für die nächsten Turniere.



